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Der Hatha Yoga hat sich im Westen seit Jahrzehnten als die am weitesten verbreitete Yogaform etabliert. Im Hatha Yoga wird der Körper nicht als Hindernis angesehen, sondern als Tempel und die Quelle für die eigene Spiritualität. Die Yoga-Praxis beginnt beim grobstofflichen Körper, der am leichtesten zugänglich ist, und führt auf einem einem Stufenweg über feinere Ebenen nach innen, zur Essenz des Seins. Der Fokus auf den Atem und der Verzicht auf das Leistungsdenken unterscheiden den Hatha Yoga vom Sport.
o Verbesserung der Haltung
o erhöhte Beweglichkeit
o Vertiefung der Atmung
o höhere psychische Stabilität
o besserer Umgang mit Streß, Gelassenheit
o Konzentration, Achtsamkeit, innere Ruhe
Asana (die Körperstellungen) lehren uns die Entwicklung von Stabilität und Gleichgewicht, Pranayama (die Atemübungen) beruhigen den Geist und bereiten ihn auf die Meditation vor, Mudras (Gesten) und Bandhas (energetische Verschlüsse) dienen der Feinsteuerung des Energieflusses. Zur Asana-Praxis gehört auch die Tiefenentspannung am Ende der Haltungen.
Die Erhaltung der körperlichen Gesundheit ist ein angenehmer Nebeneffekt des Hatha Yoga,
letztlich geht es aber um mehr. Durch Verfeinerung der Wahrnehmung wird der fortschreitende
Schüler zur Entwicklung von Ruhe und Selbsterkenntnis in der Meditation geführt.
Die Meditation ist streng genommen kein Element des Hatha Yoga, aber eine sinnvolle Ergänzung,
die durch den Hatha Yoga ideal vorbereitet wird.
... orientiert sich am Stufen-konzept
des Prana Yoga Studio, wobei ich in allen Kursstufen versuche, energetisch ausgleichend
zu unterrichten.
Meine Unterrichts-Schwerpunkte liegen auf der Atemarbeit und auf der frühzeitigen Integration
von Pranayama und Bandhas. Die Meditation ist mir in der persönlichen Praxis sehr wichtig,
im Unterricht beginne ich damit langsam ab dem Level Hatha Yoga II und in meinem Spezialkurs
'Yoga & Meditation'. Wird von Seiten der Kurs-Teilnehmer ein Wunsch nach Hintergrund-Infos
geäussert, so gibt es Raum für Fragen sowie kurze theoretische Inputs von meiner Seite.
Ich versuche, den Yoga möglichst unverwässert und authentisch zu praktizieren und weiterzugeben.
Gleichzeitig fühle ich mich keiner Guru-Linie unmittelbar zugehörig, sondern verwende Anregungen
aus verschiedenen Traditionen: In letzter Zeit bin ich besonders fasziniert von den
eher dynamischen Ansätzen des Shadow Yoga und des Vinyasa Krama. Auch das bei uns wenig
bekannte Kripalu Yoga hat mich maßgeblich beeinflusst.
Vinyasa Krama nach Desikachar: stufenweiser (krama = Stufe)
Aufbau von Asanas mit einem kontinuierlichen Fokus auf Atemachtsamkeit; dynamische Verbindungen (Vinyasa) zur Vorbereitung der
Asanas, Anpassung der Asanas an die individuellen Möglichkeiten, Mantra-Chanting,
Integration von Pranayama und Bandhas in die Asana-Praxis.
Shadow Yoga nach Shandor Remete: Vorbereitung
der Asana Praxis mit fordernden, dynamischen Serien, die jahrelang geübt werden sollen,
frühzeitige Integration von Bandhas, Integration von Kumbakhas (Atempausen) in die Asana-Praxis.
Den Schülern wird die Auseinandersetzung mit dem feinstofflichen Körper (Nadis, Marmas, Chakras)
nahegelegt.
Kripalu Yoga versucht eine Entwicklung von der willensgesteuerten
Übungspraxis zu einer Praxis der Hingabe, aus der ein freier Fluß der Asanas entstehen kann.
Basis dafür ist die Entwicklung von Selbst-Akzeptanz und emotionaler Stabilität, die Emotionen
und der Einsichts-Aspekt werden oft zum Thema gemacht. Auf der körperlichen Ebene ist der gezielte
Einsatz von Aufwärmübungen und ein freierer Umgang mit der Form der Asanas typisch.
Satyananda Yoga verbindet die Hauptrichtungen des
Yoga (Hatha Yoga - dieser mit vielen tantrischen Elementen, Raja Yoga, Bhakti Yoga,
Mantra Yoga, Karma Yoga, Jnana Yoga) zu einem
integralen Ansatz. Der Unterricht ist didaktisch gut aufgebaut, in der aus dieser Tradition
entstandenen
Bihar School of Yoga wurden ausgezeichnete Publikationen über Yoga herausgegeben.
Iyengar Yoga: Ausrichtung des Körpers,
kreativer Einsatz von Hilfsmitteln, längeres Verweilen in den Haltungen.
Ashtanga Vinyasa Yoga: fordernde Asana-Serien
(Vinyasa = dynamische Verbindung), praktiziert
mit Ujjayi-Atmung und Bandhas, beginnend mit Sonnengrüßen; der Fokus liegt auf der Erzeugung
von Hitze zur inneren Reinigung.